Masterstudiengang Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften

Dokumentvorlage für Projektberichte online

Die Dokumentvorlage für die Berichte über Praxisberichte (Studienleistung Modul 8) ist jetzt hier.

Erster internationaler Modellathon - 26.2.–2.3.2018 in Köln

Im Namen des Studiengangsbeauftragten wird empfehlend auf folgende Ausschreibung hingewiesen:

Du bist interessiert am 3D–Modellieren historischer Architektur? Du willst von Profis aus der Praxis gecoacht werden? Du willst eine Cinema4D Studio-Lizenz im Wert von 3000€ gewinnen? Im Rahmen der Jahrestagung der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum organisiert die Arbeitsgruppe Digitale Rekonstruktion erstmals einen Wettbewerb im neuen Format Modellathon. Einzelpersonen oder Teams aus bis zu drei Teilnehmenden können sich bis am 15. Dezember 2017 mit einem kurzen Motivationsschreiben bewerben unter:

sander.muenster@tu-dresden.de.

Eine Teilnahme am Workshop steht allen Studierenden offen. Teilnahmevoraussetzungen sind ein eigener Laptop mit gängiger 3D-Modellierungssoftware sowie Grundkenntnisse der 3D-Modellierung. Von außerhalb Kölns anreisende werden mit einem Unkostenbeitrag von 250€ unterstützt. Zu Beginn der Konferenzwoche
erhalten alle die gleiche Datengrundlage zu einem historischen Objekt. Nach einem halben Tag Input zu Architekturrekonstruktion und 3D-Modellierungssoftware kann die Arbeit frei aufgeteilt werden. Zum Abschluss werden die entstandenen Bilder und Animationen durch das

Publikum und eine Expertenjury bewertet.

Als Hauptpreis winkt eine Maxon Cinema4D Studio Lizenz im Wert von 3000€.

Weitere Informationen unter

http://www.digitale-rekonstruktion.info/modellathon/

Studiengang

Jeweils zum Wintersemester bieten die Johannes Gutenberg-Universität und die Hochschule Mainz gemeinsam diesen hochschulübergreifenden Masterstudiengang an. Im Mittelpunkt des Studienangebots steht die angewandte Informatik in geisteswissenschaftlichem Kontext.

Digitale Daten und Anwendungen werden in wachsendem Maße zur Untersuchung geistes- und kulturwissenschaftlicher Fragestellungen eingesetzt. Gleichzeitig verändert das Internet und seine Anwendungsfelder die Art und Weise, wie Wissen entsteht, repräsentiert und kommuniziert wird. Dieses Wissenschaftsfeld wird heute auch mit den Begriffen „Digital Humanities“ oder „eHumanities“ bezeichnet. Für die Informatik stellt die Repräsentation der überaus vielfältigen, heterogenen Information der Geistes- und Kulturwissenschaften neue Herausforderungen. Zu bewältigen sind sie nur mit einem grundlegenden Verständnis für die Genese der Daten, die Fragestellungen und Herangehensweisen der Geistes- und Kulturwissenschaften. Andererseits wiederum können die Geistes- und Kulturwissenschaften die Wirkungsweise von digitaler Information und Algorithmik auf ihre Forschungsfragen nur beurteilen, wenn sie ein Verständnis für informationstechnischen Zusammenhänge entwickeln. Gefragt sind daher Wissenschaftlerinnnen und Wissenschaftler, deren Kompetenzen die Schnittstelle zwischen beiden Welten beschreiben. Genau diese besondere Qualifikation wird im neuen Mainzer Studiengang praxisorientiert gelehrt.

In deutschlandweit einzigartiger Breite werden im Masterstudiengang unterschiedliche Schwerpunkte mit einem starken Bezug zu modernen Webtechnologien angeboten:

  • Verarbeitung von Text und Sprache: Natural Language Processing, Editorik, Retrodigitalisierung, Translationstechnologie, Computerlinguistik
  • Verarbeitung von Raumbezug: Geographische Informationssysteme, 3D, Spatial Humanities
  • Verarbeitung von Musik und Medien: Editorik von Musik und Noten, digitale Musikphilologie

Eine Besonderheit ist auch der hohe Anteil an Lehrinhalten, den außeruniversitäre Einrichtungen in den Studiengang bringen. Mit eigenen Lehrveranstaltungen beteiligen sich die Digitale Akademie, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und das Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität e. V. Gemeinsam mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsstelle Archäologie bieten sie zudem im dritten Semester Plätze für ein zehn Wochen umfassendes Praxisprojekt an.

Der Masterstudiengang wird gemeinsam von der Hochschule Mainz, Fachbereich Technik, mit der Johannes Gutenberg-Universität, Fachbereich 07 Geschichts- und Kulturwissenschaften, durchgeführt. Er steht Studierenden mit einem Abschluss in entweder angewandter Informatik oder einem geistes- und kulturwissenschaftlichem Fach offen. Beteiligte Fachdisziplinen umfassen:

  • Ägyptologie, Allgemeine Sprachwissenschaft, Altorientalische Philologie, Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte, Buchwissenschaft, English Linguistics, Geoinformatik und Vermessung, Germanistik, Geschichte, Informatik, Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Translationswissenschaften, Vergleichende Sprachwissenschaft, Vorderasiatische Archäologie, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie

Die Absolventinnen und Absolventen erhalten einen „Master of Arts Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“ der Hochschule Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität. Um alle Studierenden zu einem einheitlichen Abschluss zu führen, besuchen sie im ersten Jahr jeweils Angleichungsmodule mit Einführungen in verschiedene Disziplinen der Geistes- und Kulturwissenschaften oder Informatik, um Programmieren zu erlernen und sich Grundlagen der Informationstechnologien anzueignen.
Wesentliche Vorteile des Masterstudiengangs

  • Hoher Praxisbezug und Einbindung in die Forschungsarbeit
  • Klar strukturierter, kompakter Studiengang mit der Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen
  • Der Master-Abschluss eröffnet die Möglichkeit zu promovieren (Erlangen eines Doktorgrades)
  • Abschluss, der durch seine transdisziplinäre Ausrichtung zahlreiche Anknüpfungspunkte in einem dynamisch wachsenden Feld der Wissenschaft und der Wirtschaft eröffnet.

Bewerbung

  • Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt und beginnt immer nur zum Wintersemester
  • Die Bewerbung läuft ausschließlich über die Johannes Gutenberg-Universität; eingeschrieben werden die Studierenden an der Johannes Gutenberg-Universität und der Hochschule Mainz
  • Achtung durch die Einschreibung über die Johannes-Gutenberg Universität gelten von der Hochschule Mainz abweichende Termine für die Bewerbung! Die Bewerbung für das kommende Wintersemester ist möglich vom 1. April bis 15. Mai 2017! Link: https://www.studium.uni-mainz.de/bewerbung-master/